| Beleidigte, Psychopathen, Serienmörder Besessen Töten als Sucht - Die Psychologie hinter Serienmördern »Es gibt keine Erklärung für das Böse« (Robert Ressler, Profiler) Serienmörder sind faszinierend: Unzählige Thriller, Kriminalromane und Titelseiten von Zeitungen thematisieren Serienmörder. Diese Mörder ziehen ein Massenpublikum in ihren Bann. Jack the Ripper, der Londoner Prostituiertenmörder, oder Charles Manson, der die schwangere Sharon Tate umbringen ließ, oder Ted Bundy, der Womanizer und Frauenschlächter, sind trotz oder wegen ihrer Grausamkeit enorm attraktiv. So kann ein überführter Serienmörder damit rechnen, im Gefängnis mit Liebesbriefen von Verehrerinnen überhäuft zu werden. |
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| Serienmörder? Ein Serienmörder tötet in Serie. Er tötet nicht einen Menschen oder vielleicht irgendwann einen zweiten, sondern mehrere Personen in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen. Dabei haben Serial Killers meist ein bestimmtes Beuteschema. Bei Jack the Ripper waren es Prostituierte, beim homosexuellen »Werwolf von Hannover«, Fritz Haarmann, Jungen und junge Männer und beim »Sandmännchen« Adolf Seefeldt Kinder in Matrosenanzügen. Ein Serienmörder ist kein Massenmörder: Massenmörder nennt man Amokläufer. Ein Massenmörder bringt in einem »Big Rush« viele Menschen an einem Ort zu einer Zeit um - und tötet sich häufig am Ende selbst. Massenmörder begehen Schulmassaker wie das in Erfurt, und auch die Selbstmordattentäter von Al Qaida sind Massenmörder. Ein Serienmörder ist kein »Spree Killer«, der viele Menschen an zwei oder mehr Orten in einem bestimmten Zeitrahmen tötet: Ein Serienmörder tötet mehrere Menschen in zeitlichem Abstand. Die Zeit zwischen den Einzeltaten kann mehrere Jahre betragen. Allerdings gehört es zum Suchtverhalten von Serienmördern, dass die Abstände zwischen den Morden von einem Verbrechen zum nächsten meist kürzer werden. Normalerweise ereignen sich einzelne Morddelikte meist innerhalb von persönlichen Beziehungen. Das unterscheidet sie von Serienmorden. Die Bluttaten eines Serienmörders richten sich nämlich nicht in erster Linie gegen Menschen, zu denen er vorher Beziehungen aufgebaut hatte, und seine Opfer kommen auch zumeist nicht aus dem Umfeld des Verbrechers. Aus genau diesem Grund ist die Aufklärungsrate bei normalen Tötungsakten sehr hoch. Mittels moderner Methoden wie DNA-Vergleich kann man die Täter fast immer ermitteln. Ganz anders beim Serienmörder. Oft hat er keine persönliche Beziehung zu seinen Opfern und auch kein Motiv, das sich aus einer persönlichen Beziehung ableiten ließe (wie zum Beispiel ein Streit mit dem Ehepartner oder die Bereicherung durch den Mord an der Großmutter). (...) Utz Anhalt Mehr zu lesen gibt es in der Nautilus 77 - bei uns online zu bestellen |
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