Serienkiller auf der Leinwand
Morden in Serie

Eine Reise durch die mörderische Filmgeschichte

So erschreckend und verstörend die Thematik auch sein mag, für Kino- und Fernsehmacher sind Serienkiller und ihre grausamen Morde ein gefundenes Fressen. Oft standen reale Serienmörder den Filmfiguren Pate. Denn nichts ist für die Zuschauer beklemmender, als den wahren Schrecken solcher Morde vor Augen geführt zu bekommen. Dies nutzen die Filmemacher bereits seit Jahrzehnten. Daher stellen wir im Folgenden nur die wichtigsten dieser Werke vor:

Klassiker
Zu den bekanntesten Werken des deutschen Films zählt M - Eine Stadt sucht einen Mörder von Fritz Lang aus dem Jahr 1931.

Er erzählt die Geschichte von Hans Beckert, inspiriert unter anderem durch die Serienmörder Fritz Haarmann und Peter Kürten. Immer wieder verschwinden Kinder und werden tot aufgefunden. Die Polizei tappt im Dunkeln. Durch die starke Polizeipräsenz fühlt sich die Unterwelt bedrängt und sucht selbst nach Beckert. Ein blinder Bettler markiert die Jacke des Mörders mit einem M, und dem Gebrandmarkten wird durch die Kriminellen der Prozess gemacht. Der Hauptdarsteller Peter Lorre ging durch seine Rolle ebenso wie der Regisseur in die Filmgeschichte ein.

Der von Kritikern begeistert aufgenommene Film Der Totmacher (1995) von Romuald Karmakar stellt das Verhör Fritz Haarmanns durch den Psychiater Ernst Schultze dar. Die Dialoge wurden den Verhörprotokollen von 1924 entnommen. Der Film beschränkt sich auf einen einzigen, spartanisch eingerichteten Raum und hauptsächlich auf zwei Darsteller: Götz George als Haarmann und Jürgen Hentsch als Prof. Dr. Schultze. Ein beeindruckendes Kammerspiel.

Frauenmörder
Als Vorlagen des Films John Christie, der Frauenwürger von London (1971) diente sowohl die authentische Geschichte des Frauenmörders und Triebtäters John Christie als auch die Romanvorlage von Ludovic Kennedy. (...)

Daniel Bauerfeld & Sonja Nolles

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