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Starke Frauen und seltsame Nachbarn Weibliche Urban Fantasy Feenwelten und Zauberreiche direkt vor der eigenen Haustüre Heute muss keine Frau in der phantastischen Literatur mehr darauf warten, von einem mysteriösen Ritter in sein Zauberreich entführt zu werden, um dort Abenteuer zu erleben. Feen und Geister haben nämlich selbst schon längst die Vorteile der Großstadt für sich entdeckt: Moderne Feen Diese Erfahrung muss auch die sechzehnjährige Kaye Fierch in Holly Blacks Roman Elfentochter (bei cbt) machen. Holly Black ist Fantasy-Freunden vor allem durch ihre Arbeit an den Spiderwick Chroniken bekannt. In Elfentochter bringt sie ihre phantastischen Kreaturen nach Philadelphia. Zunächst sind die Probleme des Teenagers aber weltlicher Natur: Nachdem ihre Mutter knapp einem Mordversuch entkommen ist, ziehen die beiden in das alte Haus von Kayes Großmutter in Philadelphia. Dort warten auch schon alte Freunde auf Kaye, allerdings keine Menschen: Lutie-Loo, Spike und Gristle hat sie bis jetzt für Fragmente ihrer Fantasie gehalten, eingebildete Freunde, mit denen sie als Kind gespielt hat. Ihre Zweifel lösen sich allerdings schnell auf, als sie Robin trifft, einen mystischen Ritter, dem sie quasi vor ihrer Haustür das Leben rettet. Zusammen mit ihren drei alten Freunden und Robin findet Kaye heraus, dass einige der Feen des dunklen Unseelie Courts planen, ihre Macht auf die Welt der Menschen zu erweitern. Im Mittelpunkt dieser Ereignisse steht Kaye, die ein Wechselbalg ist. Als Tribut an die Hölle soll sie den Weg für die Herrschaft des Unseelie Courts frei machen. So märchenhaft die Geschichte um Kaye und ihre eingebildeten Freunde klingt, so dicht hat sie Holly Black mit der modernen Welt verwoben. Wie jeder moderne Teenager tanzt Kaye gerne auf Partys. Und einen ihrer ersten Zaubersprüche benutzt sie, um jemand anderem den Freund auszuspannen. Auch die Feen haben ihre Berührungsängste mit der modernen Welt längst verloren. Bezeichnend dafür ist der Kelpie, ein monströses Wasserpferd, das am Delaware Fluss seine Domizil gefunden hat. Berührungsängste mit den Menschen hat diese Kreatur nicht. Ganz im Gegenteil: Das Flussufer des Delaware ist bei Kayes Freunden ein beliebter Partytreffpunkt - und damit das ideale Jagdrevier für den Kelpie. Mühelos vermischt Holly Black in Elfentochter Mystisches und Reales so lange, bis man das eine vom anderen nicht mehr unterscheiden kann. Umso härter deshalb die Umstellung, wenn Kaye und Robin im letzten Drittel des Buches in die Unterwelt der Feen wechseln. Zu sehr hat man sich da bereits an die Kreaturen im modernen Philadelphia gewöhnt. Im zweiten Roman Elfenkönigin werden die Ereignisse fortgesetzt, und Kaye muss darin zurück in die Welt der Menschen. Knochenstadt So sehr in Elfentochter das Leben von Kay auf den Kopf gestellt wird, im Vergleich zur gleichaltrigen Clarissa Fray aus New York hat sie es noch gut: In City of Bones von Cassandra Clare (Arena Verlag) stellt Clarissa kurz vor ihrem 16. Geburtstag fest, dass die Welt, die sie kennt, eigentlich nur ein Bruchteil dessen ist was wirklich vor ihrer Haustüre auf sie wartet. Zunächst merkt sie, dass sie Dinge sehen kann, die außer ihr niemand sonst wahrnimmt. Dann wird auch noch ihre Mutter entführt (...) Sebastian Geiger Mehr zu lesen gibt es in der Nautilus 67 - bei uns online zu bestellen |
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